Kosten beim Grundstück

Kosten beim Grundstück

Der Bau eines eigenen Hauses wird in der heutigen Zeit immer beliebter. Viele Menschen sehen im Hausbau eine zusätzliche Absicherung für den Lebensabend. Vor dem Bau eines Hauses muss jedoch die Wahl auf ein geeignetes Grundstück fallen. Hierbei stehen für den Bauherrn im Regelfall einige zusätzliche Kosten an, die im Folgenden kurz und ohne Anspruch auf Vollständigkeit beschrieben werden sollen.

Die Lage des Grundstückes

Es bietet sich hierbei an, auf eine gute Anbindung des Grundstücks an die Infrastruktur des Ortes zu achten. Wenn Kinder mit in das neue Eigenheim einziehen sollen, sollten ausreichend Kindergärten, Schulen und Spielplätze in unmittelbarer Nähe liegen. Natürlich sollten ausreichend Ärzte oder Ärztezentren in der Nähe des Grundstücks vorhanden sein. Generell gilt: je zentraler das Grundstück liegt, umso höhere Grundstückspreise sind zu erwarten. Der Bodenrichtwert bietet hierbei einen guten deutschlandweiten Vergleich der Grundstückskosten.

Abriss bestehender Gebäude

Je nach Art und Vorbesitzer des Grundstückes kann es sein, dass vor dem Hausbau bestehende Gebäude abgerissen und fachgerecht entsorgt werden müssen. Diese Kosten müssen in die finanzielle Kalkulation einfließen. Oftmals handelt es sich hierbei um alte Wochenendhäuschen oder Autogaragen. Sollten die entsprechenden Gebäude unterkellert sein, erhöhen sich die Abrisskosten, da neben dem reinen Abriss eine Auffüllung und Verdichtung stattfinden muss.

Kosten für Baumfällung

Sind auf dem Baugrundstück übermäßig viele Bäume und Sträucher vorhanden, kann es sein, dass diese vor Baubeginn gefällt werden müssen. Hierbei sollte der zuständige Architekt vorgeben, welche Bäume bei Baubeginn an Ort und Stelle verbleiben können.
Die Baumschutzverordnung eines Ortes respektive einer Stadt gibt vor, wann und welche Bäume gefällt werden dürfen. Ab einem gewissen Stammumfang und einer bestimmten Größe dürfen manche Bäume nicht gefällt werden, auch wenn sie sich auf dem eigenen Grundstück befinden. Vor der Fällung einzelner Bäume sollte bei der entsprechenden Gemeinde- respektive Stadtverwaltung eine Erlaubnis eingeholt werden.

Kosten für die Grundstückserschließung

Nicht alle Grundstücke sind bereits erschlossen und damit baubereit. Unter der Erschließung versteht man das Verlegen von ein- und ausgehenden Versorgungsleitungen. Ein Haus ohne Anschluss an die örtliche Kanalisation oder an das Stromnetz ist schließlich nicht bewohnbar. Laut Gesetz darf ein unerschlossenes Grundstück in Deutschland nicht als Baugrund freigegeben werden.

Neben den Kosten für die Verlegung von Versorgungsleitungen stehen oftmals Auslagen für die Anbindung des Grundstückes an das öffentliche Straßennetz an. Die Kosten für eine Grundstückserschließung müssen im Übrigen nicht komplett vom Grundstückseigentümer bezahlt werden. Die zuständige Kommune beteiligt sich hierbei, jedoch nur im geringen Maße. Die Höhe der Kosten hängt im Regelfall von der Nutzungsart und Größe des Grundstückes ab. Gewerbliche Bauvorhaben sind somit oftmals teurer hinsichtlich der Erschließungskosten.

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