Kosten für die Grunderwerbsteuer

Wie in vielen Situationen im Leben, hält das Finanzamt auch beim Immobilienkauf die Hand auf und bittet zur Kasse. Wer eine Immobilie, in welcher Form auch immer, als Grundstück oder als Haus kauft, muss dem Finanzamt neben einigen anderen Nebenkosten auch die Grunderwerbsteuer zahlen. Grundstück

Neben Gebühren für den Notar ist diese Steuer ein fixer Kostenpunkt auf der Liste der Dinge, die jeder Hausherr zahlen muss. Wird ein Haus oder Grundstück gekauft oder wechselt den Besitzer, muss ein Grundbucheintrag vorgenommen werden. Unmittelbar nach dem Eintrag ins Grundbuch, kommt auch schon die Rechnung vom örtlichen Finanzamt. Das es aber in manchen Gegenden Monate dauern kann bis der Grundbucheintrag erfolgt, bleibt auch für die Finanzamt Rechnung oft noch ein bisschen Zeit.

Die Höhe der Grunderwerbsteuer richtet sich immer nach der Höhe des Kaufpreises, beziehungsweise nach der Summe die im Notar Vertrag verankert ist. In 16 deutschen Bundesländern beträgt der Satz für die Steuer 3,5% des Kaufpreises. Nur in Berlin wurde der Steuersatz im Jahre 2007 auf 4,5% angehoben. Kostet nun ein Grundstück zum Beispiel 80.000,- Euro, so würde in Berlin die Grunderwerbsteuer 3.600,- Euro betragen, in allen anderen Bundesländern zahlen die Käufer nur 2.800,- Euro. Wird ein Grundstück oder ein Haus allerdings von einem Bauträger gekauft, dann muss die Grunderwerbsteuer nicht nur auf den Anteil sondern auf die komplette Kaufsumme bezahlt werden, die im Notar Vertrag steht. Der Käufer zahlt also nicht nur die Notargebühren, sondern auch die Anschlusskosten des Hauses und alle Nebenkosten.

Wer ein Fertighaus kauft, kann unter Umständen richtig zur Kasse gebeten werden. Der Kauf des Grundstücks und der Werksvertrag für das Fertighaus nennt das Finanzamt ein Koppelgeschäft. Es kann daher passieren, dass auf den Kauf des Grundstücks UND des Fertighauses Grunderwerbsteuer bezahlt werden muss, je nach dem wie clever das jeweilige Finanzamt ist.